Eine Studie des Kartellamts legt Benzin Preisschraube offen
Nach Spiegel Informationen sieht es auf Grundlage einer aktuellen Studie des Bundeskartellamts danach aus, als würde der deutsche Tankstellenmarkt von wenigen großen Mineralölkonzernen zu mehr als 2/3 kontrolliert und entsprechend auch der Preis an der Zapfsäule.
Danach hätten die großen Vertreter, wie Shell oder Aral, bei der Preisgestaltung in verschiedenen Großräumen, die deutschlandweit verteilt untersucht wurden, versucht, den Preis regelmäßig nach oben zu treiben. Dabei wurde meist zu Beginn einer neuen Woche der Preis erhöht, wobei weitere Tankstellen mitgezogen sind ehe wenige Stunden darauf, der Preis wieder schrittweise sank. “Schuld daran” waren freie Tankstellen, die dem “Gruppenzwang” einer grundlosen Preiserhöhung nicht gefolgt sind und somit mehr Kunden durch ihren geringern Preis anlocken konnten. Daraufhin mussten die großen Ketten ihre Preise entsprechend wieder nach unten anpassen. Allerdings wurden solche “Preiserhöhungsversuche” regelmäßig durchgeführt und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gelegentlich erfolgreich.
Laut dem Bericht konnten den Mineralölkonzernen aber keine direkten Preisabsprachen nachgewiesen werden. Das beobachtete Preisverhalten innerhalb von Großräumen wie München oder Hamburg lässt allerdings den Schluss offen, dass diese den Preis gegenseitig abgeschaut hätten. Das bleibt allerdings eine nicht nachzuweisende Mutmaßung.